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Veröffentlicht28. April 2021

Themen

  • Enterprise Resource Planning (ERP)
  • Parsierbar
Fertigungsmitarbeiter am iPad

In vier Jahren werden Millennials 75 % der weltweiten Erwerbsbevölkerung ausmachen, doch sie zeigten die geringste Neigung, den Fertigungssektor als erste Berufswahl zu wählen. Hinzu kommt, dass diese digital versierte Generation erwartet, dass ihr Technologien zur Verfügung gestellt werden, die sie bei der Arbeit unterstützen und ihre Produktivität steigern – und offen gesagt erfüllen die meisten Hersteller diese Erwartungen nicht.

In unserer neuesten Podcast-Folge von „Conquering Chaos: A Show for Manufacturing Leaders“ unterhält sich der Experte für vernetzte Arbeitswelt und Podcast-Moderator Josh Santo mit Jake Hall, auch bekannt als „The Manufacturing Millennial“, um zu verstehen, wie Technologie die Entscheidungsfindung und die Jobsuche dieser Generation im industriellen Bereich beeinflusst. Im Gespräch geht es um die Vorteile von Automatisierung und Hightech-Fertigung sowie um Maßnahmen, mit denen Unternehmen den Weg zu intelligenten Fabriken und Industrie 4.0 einschlagen können – und welche Rolle all dies dabei spielt, junge Talente zu gewinnen und zu binden. 

Hier ist eine Zusammenfassung der Podcast-Folge.

Was suchen Millennials und die Generation Z bei der Jobsuche?

Wenn jüngere Generationen an die Fertigungsindustrie denken, stellen sie sich traditionell eine schmutzige, laute Fabrik vor, in der Autos am Fließband vorbeifahren. In ihrer Vorstellung gibt es Rauch, die Fabrik ist dunkel und die Lichter flackern. So sieht die Fertigungsindustrie aber gar nicht aus. Hinter den Kulissen spielt sich viel mehr ab, als den meisten Menschen bewusst ist.

Für Hersteller, die junge Talente für sich gewinnen möchten, ist es entscheidend, ihnen zu vermitteln, dass es in der Branche nicht nur um Fertigungsstraßen, Roboter und Schweißen geht. Es gibt das Internet der Dinge (IoT), additive Fertigung, 3D-Druck, Datenüberwachung, Blockchain und vieles mehr. Ein Großteil der weltweit modernsten Technologien kommt in der Fertigung zum Einsatz, und es ist von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Wenn man darüber nachdenkt, sind einige der renommiertesten Arbeitgeber, wie beispielsweise SpaceX, streng genommen Hersteller. Die Pandemie hat den Fokus auf Unternehmen wie Pfizer und Johnson & Johnson gelenkt – Pharmaunternehmen, die in hohem Maße auf die Produktion angewiesen sind. Die Branche rückt zunehmend in den Fokus der alltäglichen Gespräche, was sich langfristig nur positiv auf die Personalbeschaffung auswirken wird. 

Wie kann neue Technologie jüngere Generationen für die Fertigungsindustrie begeistern?

Natürlich ist es eine Sache, lediglich über den Einsatz von Technologie in der Industrie zu sprechen, aber die tatsächliche Umsetzung von Lösungen ist eine ganz andere. Laut Hall sind die Industrieanlagen in den Fertigungshallen im Durchschnitt 22 Jahre alt. Die meisten Menschen besitzen kein so altes Auto, schon gar kein so altes Handy und wohnen vielleicht nicht einmal in einem so alten Haus oder einer so alten Wohnung. Dennoch nutzen sie Fertigungsanlagen, die sich seit Jahrzehnten nicht verändert haben. Hinzu kommt, dass papierbasierte Abläufe, Checklisten und Daten, die von Hand erfasst und auf Papier festgehalten werden, nach wie vor gang und gäbe sind. Doch die modernen elektronischen Werkzeuge von heute sind die Lösung, um diese Lücke zu schließen. 

Die Hersteller müssen herausfinden, wie sie ihre bewährten Fertigungsprozesse nutzen und neue Technologien darin integrieren können.

Es gibt Möglichkeiten, ein altes Produkt zu modernisieren oder die Art und Weise, wie ein Prozess abläuft, so zu verändern, dass es für die nächste Generation attraktiver wird.

Es ist ganz einfach: Man nimmt einen papierbasierten Arbeitsablauf oder eine Checkliste und setzt diese in ein mobiles, digitales Format um – wodurch sich die betriebliche Effizienz und Transparenz verbessern.

Zukunftsorientierte Hersteller nutzen neue Technologien, um ihre Fertigungsprozesse zu verbessern. Sie haben bereits damit begonnen, Technologien einzuführen, um die Vorteile des IoT, von Industrie 4.0 und anderer Konzepte zu nutzen, über die zwar schon seit Jahren gesprochen wird, die aber aus Kosten- oder Ressourcensicht bisher nicht unbedingt sinnvoll waren.

Die additive Fertigung hat sich beispielsweise von Hobbygeräten, die 5.000 Dollar kosten und mit denen kleine Kunststoffteile gedruckt werden können, hin zu vollwertigen 3D-gedruckten Titan-Bremssattelgehäusen entwickelt. Hall beschreibt, wie „buchstäblich Raketen, die ins All fliegen sollen, im 3D-Druckverfahren hergestellt werden, anstatt dass sie subtraktiv gefertigt werden.“

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Unternehmen, die nicht bereit sind, neue Technologien einzuführen oder ihre Prozesse weiterzuentwickeln, Gefahr laufen, in den kommenden Jahren an Bedeutung zu verlieren – oder schlimmer noch, nicht mehr in der Lage zu sein, die Arbeitskräfte einzustellen oder zu halten, die ihre Fabriken am Laufen halten. 

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie die jüngere Generation der Gen Z und der Millennials als Mitarbeiter gewinnen und an Ihr Unternehmen binden können, hören Sie sich die gesamte Podcast-Folge an .