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Veröffentlicht5. Oktober 2021

Themen

  • Enterprise Resource Planning (ERP)
  • Parsierbar
Coca-Cola European Partners Deutschland – Abfüllanlage

Dies ist eine übersetzte Fassung eines Artikels, der ursprünglich im deutschen Magazin „PROCESS“ erschienen ist.

CCEP-DE-Logo

Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) hat die Vernetzung seiner Mitarbeiter in den Bereichen Produktion und Logistik auf eine neue Ebene gehoben – und erreicht damit weit mehr als nur schlankere Prozesse.

Der Getränkemarkt in Deutschland ist komplex. Je nach Lebensstil und Situation konsumieren Kunden Erfrischungsgetränke in Dosen, PET- oder Glasflaschen in einer Vielzahl von Größen. Darüber hinaus hat Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) rund 325.000 Einzelhandels- und Gastronomiekunden in Deutschland, die maßgeschneiderte Konzepte erwarten, die mit neuen Markt- und Servicetrends Schritt halten – und das bei einer jährlichen Abfüllung und einem Absatz von 3,5 Milliarden Litern Mineralwasser und Erfrischungsgetränken in Deutschland.

Dies stellt die rund 7.000 Mitarbeiter von CCEP DE vor Herausforderungen. Die Komplexität der Lieferkette nimmt zu, und die Anforderungen an die Belegschaft in Produktion und Logistik steigen.

„Wir müssen möglicherweise drei- oder sogar noch öfter am Tag umstellen, dazu kommen noch die Reinigungsschichten. Und je öfter wir umstellen, desto mehr Aspekte müssen wir täglich berücksichtigen, um unsere hohen Standards bei der Produktqualität aufrechtzuerhalten“, erklärt Steffen Löser, der als Manager Processes & Solutions bei CCEP DE für die Lieferkettenprozesse, die Weiterentwicklung und die Standardisierung in Deutschland verantwortlich ist.

Digitale Unterstützung als wichtige Strategie für die Zukunft

Im Rahmen seiner Strategie „Fit for Future“ ist CCEP DE ständig auf der Suche nach digitalen Lösungen, um einerseits die Mitarbeiter zu entlasten und andererseits die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Eine der Säulen dieser Strategie sind seit 2018 digitale Assistenten. Was damals in der Vertriebsorganisation bereits gang und gäbe war – die Vernetzung der Mitarbeiter über mobile Geräte – musste nun auch im Verkaufsraum Einzug halten. Es gab bereits entsprechende Forderungen seitens der Belegschaft.

Nach einer umfassenden Suche nach geeigneten Lösungen im Jahr 2019 startete CCEP DE seinen ersten Test mit Connected Worker® von Parsable. Ziel war es, die Mitarbeiter direkt an ihrem Arbeitsplatz mit elektronischen Anweisungen und interaktiven Checklisten zu unterstützen. Mithilfe eines Smartphones oder Tablets sollten sie in der Lage sein, alle Vorgaben und Standards einzuhalten und Fehler zu vermeiden. Damit würde auch die manuelle Übertragung von Informationen aus Papiernotizen in elektronische Dokumente entfallen. „Selbst wenn wir nur den Aufwand von wenigen Stunden pro Woche einsparen, ergibt sich im Laufe des Jahres eine erhebliche Zeitersparnis“, betont Löser.

Der Verzicht auf Papier fördert den Informationsfluss

An den Parsable-Pilotstandorten in Genshagen, Knetzgau, Lüneburg und Mannheim standen zunächst die Prozesse der Reinigung, Inspektion und Schmierung (CIL) im Mittelpunkt. Bislang waren die Anweisungen auf Papier in Ringordnern abgelegt. Die Mitarbeiter bestätigten die erledigten Arbeiten auf Papierlisten, die später teilweise manuell in Excel übertragen wurden, um sie zu dokumentieren und auszuwerten. Gemeinsam mit Experten von Parsable wurden diese papierbasierten Abläufe in bild- und videobasierte Anleitungen umgewandelt.

„In der Parsable-App stehen den Mitarbeitern die Anweisungen nun bei Bedarf zur Verfügung. Ein Mitarbeiter setzt die Häkchen, bestätigt, dass alles erledigt ist, und schon werden alle Daten automatisch dokumentiert. Der Prozess ist definitiv effizienter und schneller geworden“, sagt Löser.

CCEP mit Parsable

Vom Brandschutz bis zur Instandhaltung

Nach den ersten positiven Erfahrungen weitete CCEP DE den Einsatz der interaktiven Anleitungen auf weitere produktionsbezogene Bereiche aus. Heute wird Parsable sowohl in der Instandhaltung als auch im Qualitätsmanagement, in der Lagerhaltung, im Transport und im Vertrieb eingesetzt. Dabei werden sowohl die Sicherheit der Mitarbeiter und der Regale als auch der Brandschutz überprüft.

Einer der zusätzlichen Anwendungsfälle von Parsable sind Gemba-Runden. Bei diesen Rundgängen überprüfen Führungskräfte und Mitarbeiter den Betriebsablauf auf Abweichungen. Läuft alles ordnungsgemäß, setzen sie in der Parsable-App ein Häkchen. Ist dies nicht der Fall, halten sie ihre Beobachtungen per Foto und Video in der App fest, informieren die zuständigen Kollegen direkt und leiten umgehend die erforderlichen Maßnahmen ein.

Im Logistikbereich wird derzeit ein weiterer Anwendungsfall für Parsable eingeführt: die Überprüfung der technischen Einsatzbereitschaft der firmeneigenen Lkw. Bevor die Fahrer das Firmengelände verlassen, müssen sie überprüfen, ob das Fahrzeug technisch einwandfrei ist. Sollten sie Mängel feststellen, führt Parsable sie durch den Prozess der Mängelbehebung.

Einfaches Lernen trifft auf Befähigung

Die positiven Kosten-Nutzen-Ergebnisse durch den Einsatz von Parsable ergeben sich nicht nur aus der Rationalisierung von Prozessen, sondern auch aus dem geringeren Einarbeitungs- und Schulungsaufwand.

„Wir konnten nachweisen, dass Parsable Zeit spart, insbesondere für neue Mitarbeiter an der Produktionsfront“, sagt Löser. „Um dies zu testen, haben wir beispielsweise einem unserer Auszubildenden die Aufgabe gegeben, eine Maschine völlig eigenständig umzurüsten – ausschließlich anhand der digitalen Anleitungen in Parsable. Er hat das fehlerfrei und sogar schneller als üblich geschafft.“ Nicht nur „Digital Natives“ finden sich schnell zurecht. Auch die älteren Mitarbeiter empfinden die Parsable-App als intuitiv zu bedienen.

Die Umsetzung neuer Anwendungsfälle mit Parsable ist einfach, da CCEP DE-Administratoren keine Programmierkenntnisse benötigen. Laut Löser wurden dadurch überraschende Talente im Unternehmen entdeckt: Mit Unterstützung von Parsable haben einige Mitarbeiter mit Eifer und Geschick clevere Lösungen entwickelt.

„Das finden wir spannend. Das bedeutet, dass Parsable auch eine Art Katalysator ist, um Talente auf Abteilungs- oder Standortebene zu fördern“, sagt Löser. In dieser Hinsicht sieht er die Plattform auch als Instrument zur Unterstützung. Um die Kreativität und den Austausch unter den rund 30 Administratoren zu fördern, hat CCEP DE eine interne Community eingerichtet. Diese unterstützt den Transfer von Best Practices zwischen den Standorten sowie die Entwicklung neuer Anwendungsfälle – unterstützt durch das Expertenteam von Parsable.

Kontrollierte Nutzung von Ressourcen

Parallel zu seiner digitalen Transformation treibt CCEP DE auch das Thema Nachhaltigkeit voran. Das Ziel des Unternehmens ist es, bis 2040 klimaneutral zu werden. Auch hier wirken sich die digitalen Hilfsmittel positiv aus. Die Einsparung von Papier ist dabei nur der geringste Hebel. Andere Effekte sind weitaus bedeutender: So tragen beispielsweise die Checklisten für das An- und Abschalten der Produktionslinien dazu bei, den Wasser- und Stromverbrauch zu senken und bei der Erzeugung von Druckluft Energie zu sparen. Löser erklärt: „Da wir alle Prüfungen zuverlässig in Parsable durchführen, wirken sich dies positiv auf die Kosten und die Nachhaltigkeit aus.“

„Parsable ermöglicht eine lückenlose Dokumentation, da die Daten zu jeder Aufgabe gespeichert werden und bei Bedarf abgerufen werden können“, sagt Löser. Dies würde natürlich in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern und den Datenschutzbeauftragten erfolgen, da das Ziel niemals darin besteht, die Leistung oder das Verhalten der Mitarbeiter zu überwachen, sondern eine fristgerechte und korrekte Ausführung sicherzustellen und gleichzeitig Ansatzpunkte für die Prozessoptimierung zu identifizieren.

Beitrag zu einer gut funktionierenden Lieferkette

Parsable Connected Worker® wird derzeit an fast allen 14 deutschen Abfüllstandorten von CCEP DE eingesetzt. Über 400 Nutzer verwenden die App regelmäßig, und die Tendenz ist steigend, da ständig neue Anwendungsfälle und Organisationseinheiten hinzukommen – beispielsweise der Bereich „Cold Drink Operations“, der für die technische Wartung der Coca-Cola-Kühlschränke und Verkaufsausrüstung im Markt zuständig ist.

Obwohl es aufgrund der Dynamik der COVID-19-Pandemie bislang schwierig war, die langfristigen Vorteile von Parsable in verlässlichen Zahlen auszudrücken, betrachtet Löser das „Connected Worker“-Programm schon seit Langem als Erfolg. „Wir hatten hohe Erwartungen, und diese wurden bislang erfüllt. Auch mit der Servicequalität des Parsable-Teams sind wir sehr zufrieden.“

Er fasst zusammen: „Parsable trägt vor allem dazu bei, dass unsere Lieferkette trotz zunehmender Komplexität weiterhin reibungslos funktioniert. Schließlich sehen wir, wie sehr es die tägliche Arbeit unserer Mitarbeiter vereinfacht und entsprechend gut angenommen wird.“

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