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Veröffentlichtam 16. November 2017

Themen

  • Enterprise Resource Planning (ERP)

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Job, bei dem Sie 30 Jahre lang Tag für Tag dasselbe tun. Sie sind zu einem Experten in Ihrem Fachgebiet geworden und kennen Ihre Arbeitsabläufe wie Ihre Westentasche. Dann kommt eines Tages jemand aus der IT-Abteilung herein, drückt Ihnen eine technische Lösung in die Hand und schwärmt von dieser neuen Sache, die mit etwas anderem zusammenarbeitet, das sich „ERP-System“ nennt.

Dies ist eine grobe Darstellung unserer Radley-XDC-Implementierung bei Prince. Durch die Ausweitung der Datenerfassung auf unsere Fertigung wurde Technologie in einen Bereich eingeführt, in dem es zuvor keine gab. Unsere Fertigungsmitarbeiter waren Experten für ihre Produkte und Prozesse, waren es aber auch gewohnt, ihre Arbeitsabläufe mit papierbasierten Methoden abzuwickeln.

Um einigen unserer wichtigsten Stakeholder den Übergang zu erleichtern, haben wir großen Wert darauf gelegt, die neuen, auf Barcode-Scannern basierenden Abläufe mit den physischen Prozessen zu verknüpfen, die den Mitarbeitern in der Produktion bereits vertraut waren. Indem wir den neuen Barcode-Scanner-Abllauf in ihre täglichen Arbeitsabläufe integriert und so weit wie möglich ihre eigene Terminologie verwendet haben, konnten wir die Verwirrung und Frustration verringern, die bei der Einführung eines neuen Systems oft auftreten.

Ein gutes Beispiel hierfür: Unsere Mitarbeiter verfügen über eine genau dokumentierte Vorgehensweise für die Verpackung einer Materialpalette, die sicherstellt, dass wir alle Kundenanforderungen erfüllen. Nachdem die Palette vollständig verpackt, etikettiert und versandfertig ist, wird sie im Lager eingelagert. Wir haben den Ablauf beim Scannen der Barcodes als Erweiterung dieses Gesamtprozesses betrachtet und die Mitarbeiter dahingehend geschult, das Scannen stets ganz am Ende des Verpackungsvorgangs durchzuführen, jedoch unmittelbar bevor die fertige Palette im Lager eingelagert wird.

Diese Vorgehensweise bot zahlreiche Vorteile. Da es sich um eine Erweiterung ihres bekannten Arbeitsablaufs handelte, gewöhnten sie sich schnell daran, und das Scannen ging ihnen nach wenigen Arbeitsschichten wie von selbst von der Hand. Durch die Verknüpfung mit einem physischen Vorgang wie dem Transport des Materials im Lager reduzieren wir Fehler, da die Mitarbeiter das Material nicht falsch scannen können, wenn es nicht direkt neben ihnen liegt. Da genau festgelegt ist, wann die Scans erfolgen sollen, können die Mitarbeiter die Abläufe einheitlich durchführen und sicher sein, dass sie alles korrekt erledigt haben.

Veränderungen sind schwierig, aber alle profitieren davon, wenn die Prozesse zur Einführung neuer Technologien so gestaltet sind, dass sie den Erfolg fördern, anstatt Raum für Misserfolge zu lassen. Fabrikarbeiter bewegen sich nicht immer in derselben technischen Welt wie IT- oder Geschäftsanalysten, und es ist wichtig, dafür Sensibilität zu zeigen. Seien Sie freundlich zu Ihren Mitarbeitern!

Beitrag von Drew Hibbard
Leiter Geschäftssysteme, Prince Minerals