Großbritannien wird in den nächsten Monaten aus der Europäischen Union (EU) austreten. Derzeit sieht es so aus, als würde dies ohne eine Einigung über die Austrittsbedingungen oder die künftigen Handelsbeziehungen mit den verbleibenden EU-Mitgliedstaaten oder dem Rest der Welt geschehen. Dieser Leitfaden – von unserem Partner Avalara – erläutert, wie sich die neuen Zoll- und Mehrwertsteuerbestimmungen auf Unternehmen auswirken werden. Er enthält eine Checkliste für den „No-Deal-Brexit“ mit Einzelheiten zu den Maßnahmen, die Unternehmen jetzt ergreifen sollten, um die neuen Handelshemmnisse und Steuerverbindlichkeiten abzumildern.
Die britische Steuer- und Zollbehörde (HMRC) hat alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, die mit der EU Handel treiben, schriftlich angeschrieben, um ihnen im Falle eines No-Deal-Brexits sofortige Maßnahmen zu empfehlen. Dabei handelt es sich um über 145.000 Unternehmen.
Der derzeitige Plan sieht vor, dass das Vereinigte Königreich für eine Übergangsphase von 21 Monaten bis zum 31. Dezember 2020 im EU-Mehrwertsteuersystem und in der Zollunion verbleibt. Dies hängt jedoch davon ab, ob das Brexit-Austrittsabkommen in den nächsten Wochen vom britischen und vom EU-Parlament verabschiedet wird.
Die HMRC hat daher die folgenden drei Maßnahmen empfohlen, um Probleme im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer und Zollangelegenheiten zu mindern, falls dies nicht geschieht und es zu einem „No-Deal-Brexit“ kommt.
- Beantragen Sie bei der HMRC eine EORI-Nummer (Economic Operator Registration and Identification). Diese ist erforderlich, um nach dem Brexit Ein- und Ausfuhren in die EU-27-Länder anzumelden.
- Erwägen Sie, einen Zollagenten mit der Erstellung von Ein- und Ausfuhranmeldungen zu beauftragen. Alternativ stehen auch handelsübliche Softwarepakete zur Erstellung der Anmeldungen zur Verfügung.
- Stellen Sie sicher, dass Spediteure über die richtigen Informationen verfügen, um vollständige Zollanmeldungen für Waren im Verkehr zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU-27 abzugeben.
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Ursprünglich veröffentlicht am 11. Juni 2019. Der Brexit ist ein Thema, das sich rasant weiterentwickelt; schauen Sie bitte regelmäßig vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben!
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